Schirmherr

Oberbürgermeister Dr. Josef Höß     Eröffnung dieses Jahr durch Hans Grob, Schul/Kultur Referent.

Gäste

v. 28.04. bis 30.04.1990  Lea Marillier & Fritz Schneider & Ueli    im Hotel Peterhof eingeladen.

Info Hütte Fußgängerzone

v. 05.04. bis 27.04.1990    Fischerstraße/Fenebergbrunnen

Herbie Hancock

Auch im zweiten Anlauf ist es dem Klecks nicht gelungen, diesen großen Namen nach Kempten zu bringen. Ein juristisches Scharmützel mit der nicht besonders soliden Agentur war die Folge.

Eröffnung

28.04.1990   10:00 Uhr      Freitreppe   Happy Mountain Stompers    danach

                      14:30         Engel/Altstadt   HMSt

                      10:00         Fußg. Zone   Ambrosia Brassband of Milano 

Das Reisebüro ORKA - Rathausstraße stellte für den Bierstand Strom und Wasser zur Verfügung ( wie auch schon in den Vorjahren ). Infolge einer defekten Schlauchdichtung wurde das Prospektlager unter Wasser gesetzt. 

Kunstausstellung  Jazz-Art  " Hanging Ovations " im Kornhaus  

während den Konzerten und immer eine Stunde vor Konzertbeginn konnten Bilder und Skulpturen besichtigt werden. Die teilnehmenden Künstler :

Edith Baumann                   Immenstadt

Ursula Dethleffs                 Isny

Peter Ebenhoch                 Greiters-Legau

Sabeth Ebenhoch              Greiters-Legau  

Harald Häsler                      Legau

Manfred Küchle                 Albus-Dietmannsried

Gertraud Küchle-Braun    Albus-Dietmannsried

Manfred Maussner            Kempten

Werner Merzhäuser          Bodenwalz-Altusried

Uwe Neuhaus                      Opprechts-Altusried

Uta Weik                                Kempten

Kunstausstellung im Schmelztiegel - Rudi Weger  Jazzimpressionen

Begleitend zu den Konzerten ist diese Ausstellung täglich ab 19:00 geöffnet.

Neuer Oberbürgermeister Dr. Roßmann

würdigt in seiner Amts-Antrittsrede Anfang Mai 1990 den Klecks, insbesondere den Kemptener Jazzfrühling. 

Heineken Bier für Gerry Mulligan

Lange im Vorfeld dieses Konzertes bemühte sich der AK um Heineken Bier. Die Agentur hatte dies unter vielen anderen Verpflichtungen als Catering Bestandteil verlangt. Zu dem damaligen Zeitpunkt war dies jedoch im süddeutschen Raum so gut wie ausgeschlossen. Trotz  Einbindung einer großen, namhaften Lebensmittelkette und dem Angebot teurer Eintrittskarten als Gegenleistung konnten der AK dieses Bier nicht auftreiben. In dieser großen Not wurde dann eine ganze Palette verschiedener Biere besorgt und kaltgestellt. Als dann der Tag gekommen war, beichteten unsere Künstlerbetreuer unser Malheur Gerry Mulligan, der schallend zu lachen begann und erklärte, er trinke überhaupt kein Bier, freue sich aber über einen guten italienischen Weiswein.

Konzert Joe Pass & Band in der AZ Kritik

Die völlig unsachliche Kritik in der AZ v. 05.05.1990 über das Konzert v. Joe Pass und seiner Begleitband, immerhin Torsten Zwingenberger dr, Kalli Gerhards b, Giorgio Crobu g & Boris Vanderlek tsax sorgte für viel Aufregung und eine Vielzahl von Leserbriefen. Der Autor, ein Roland Mayer aus Neu Ulm hat sich in seiner ordinären und primitiven Ausdrucksweise total im Ton vergriffen. Seine Behauptung, die Begleitband hätte die Agentur aus Kostengründen ( um Geld zu sparen ) engagiert ist völlig unsinnig. Wenn Joe Pass in Europa spielt, besteht er schon immer auf Torsten Zwingenberger und Band als Begleitgband.

Der Arbeitskreis war entsetzt und wie gelähmt. Christa Hasebmaile wollte sofort Alles hinschmeißen. Erst ein paar Tage Abstand brachte die Truppe wieder in`s Gleichgewicht.

Hintergrund dieses kulturfremden Schurkenstückes ist ein hausinternes Problem in der Allg. Zeitung gewesen. Der neue Lokal Schreiber Chef - Hans Peter Blum, Ulm - hat der Journalistin Christa Hasenmaile, die den KJFr. von Anfang an sehr wohlwollend, aber fachlich immer korrekt und auch kritisch, begleitet hat, auf diesem Wege eine schallende Ohrfeige versetzt. In einer Glosse der AZ v. 12.05.1990 hat er diese Vorgehensweise dann mit dem Hinweis kläglich verteidigt, ein Festival wie der KJFr. muß soetwas aushalten können. Infolge der großen und intensiven Emotionen unzähliger Jazz Fans und Besucher des Konzertes konnte er sich letztendlich nicht mehr hinter seinem Ulmer Kumpanen verstecken. Wie arrogant seine Einstellung zum hiesigen Publikum einzuordnen war, ist wohl in diesem Bericht in der Überschrift zu erkennen gewesen : " Provinzielle Empfindlichkeiten "

Beide Berichte unter Presse zu finden.